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SPIELSTARK - Familientheater für Jung und Junggebliebene

16. Kinder-, Jugend- und Familientheaterfestival in Ottweiler + (NEU!) Saarlouis

14. bis 28. Oktober 2017

Veranstalter: Stadt Ottweiler, Stadt Saarlouis und überzwerg – Theater am Kästnerplatz

 [go]

 

Theateraufführungen:

 

Spielort: Schlosstheater Ottweiler

 

ERÖFFNUNG

Sa, 14.10.        18:00 Uhr

Eins zu Eins [10+]

Ein Tanzduett von Birgit Freitag

JUNGES.THEATERBREMEN

 

Mika ist 11 Jahre alt, Walter 32. Zwischen ihnen liegen 21 Jahre, 2 Monate und 38 Zentimeter. Auf der Bühne überprüfen sie gemeinsam, was ihre Körper ausmacht, wie sie sich verändern, wie sie wahrgenommen werden. Sie erkunden das gegenseitige Vertrauen und ihre Stärke, überprüfen Sehnsüchte, Übereinstimmungen und Diskrepanzen. Ist unser Äußeres wirklich kindlich oder erwachsen oder repräsentieren wir lediglich Zuschreibungen?

Bühnen nehmen Körpern gewissermaßen ihre Selbstverständlichkeit: Schweiß, Spannung, Narben, Anstrengung, Leichtigkeit - alles was uns täglich umgibt, uns und unsere Mitmenschen ausmacht und doch im physischen Alltag verblasst, kann hier neu wahrgenommen, gezeigt und hinterfragt werden.

Ein Tanzduett zwischen zwei Menschen, die beide keine Tänzer sind und gerade deshalb natürlich und im besten Sinne unwissend den Spuren ihrer jeweiligen und gemeinsamen Bewegungen folgen können. Das tun sie ohne Scheu und mit einer Neugier, die ansteckt. Der eine begutachtet einen Körper, den er vielleicht einmal haben wird, der andere einen, den er vielleicht einmal hatte. Was wird sich noch verändern, was hat sich verändert?

 


 

So 15.10.         15:00 Uhr

Mo 16.10.       10:00 Uhr

Ellis Biest [4+]

Nach dem Kinderbuch von Martin Karau

Theater Morgenroth & Schwester, Nürnberg

 

Elli liebt es, Prinzessinnen zu malen. Sie ist Prinzessinnen-Malerin aus Leidenschaft. Doch irgendwann wird es langweilig, immer nur Prinzessinnen zu malen, und Elli wagt etwas Neues: Sie malt ein rosa Biest, das plötzlich lebendig wird, quicklebendig, um genau zu sein. Das Biest überredet Elli zu verrückten Abenteuern und stellt ihre bisherige Welt komplett auf den Kopf: Da werden Prinzessinnen geärgert, Drachen bezwungen, mindestens elf Spiegeleier verschlungen und natürlich einmal um die ganze Welt gereist.

 

Eine Geschichte über Langeweile, Fantasie und den Mut, mal etwas ganz anderes zu machen.

 


 

Di, 17.10.        09:00 Uhr + 11:30 Uhr

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute [10+]

Von Jens Raschke

Follow the Rabbit, Graz

 

Familie Pavian, das Mufflonpaar und das Murmeltiermädchen hausen zufrieden in einem kleinen Zoo - bis ihnen eines Tages ein Neuzugang das Leben schwer macht. Der frisch eingetroffene Bär steckt seine empfindliche Nase in alle möglichen Dinge, die ihn nichts angehen. Er beschwert sich über den Gestank, will wissen, was es mit den Zebrawesen und den Gestiefelten jenseits des Zauns auf sich hat, und dann bleibt auch noch die Frage nach dem Nashorn und was es sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute. Vor allem Herr Pavian beschwert sich lauthals über den mangelnden Anpassungswillen des Neuankömmlings. Als der Bär den Dingen auf den Grund geht, überschlagen sich die Ereignisse...

1994 wurden Teile des verschütteten Zoos um Konzentrationslager Buchenwald freigelegt und sind heute wieder zugänglich. Jens Raschke schafft mit seinem Stück (Deutscher Kindertheaterpreis 2014) eine neue, zeitgemäße Form der Auseinandersetzung mit dieser dunklen Seite unserer Vergangenheit - jenseits der Betroffenheitskultur: fesselnd, poetisch, und auch humoristisch. Im Vordergrund stehen menschliche Verhaltensmuster, so das man sich am Ende die Frage stellen muss: Was bin ich - Pavian oder Bär?

 


 

Do, 19.10.       09:30 Uhr + 11:30 Uhr

Dschihad One-Way [14+]

Eine dokumentarische Spurensuche für das Theater von Bernd Plöger

Junges Theater Hof in Kooperation mit dem Theater in Kempten

 

"Wir sehen uns im Paradies": Ein deutscher Jugendlicher entflieht der heimischen Provinz und wandert in das syrische Kampfgebiet aus. Das fiktionale Stück zeichnet den Weg eines jungen Konvertiten nach, der sich zunächst radikalisiert und schließlich als Dschihad-Kämpfer in den "Heiligen Krieg" zieht. Experten kommen genauso zu Wort wie Angehörige, Augenzeugen und Freunde. Das dramatische Protokoll einer Radikalisierung versucht dem Unvorstellbaren ein Gesicht zu geben, Zusammenhänge sichtbar zu machen und einfache Erklärungsmuster zu hinterfragen.

 

Im Anschluss an die Vorstellung gibt es Gelegenheit zum Nachgespräch mit dem Team vom Jungen Theater.

 


 

Fr , 20.10.       19:30 Uhr

Swing Heil! [15+]

Doku Musik Theater

Text von Peter Tiefenbrunner und Barbara Scheck (Mitarbeit)

 

Swingmusik war nicht offiziell verboten in den Nazi-Diktatur. Aber ein Dorn im Auge war den Nazis die "vernegerte", "jüdische" Musik, "entartet" seien die Klänge der amerikanischen und englischen Big Bands, den "ekstatischen Tänzern Wilder" vergleichbar.

Umso mehr wurden die so genannten "Swing Kids" zur eingeschworenen Gruppe, die mit HJ und BDM nichts am Hut hatten und nicht nur gemeinsam ihre "Schellacklieblinge" von Benny Goodman, Louis Armstrong oder Teddy Stauffer hörten und tauschten, sondern sich auch mit "englischer" Kleidung, langen Haaren und "lotterhaftem" Auftreten in Opposition zum marschierenden Nazi-Deutschland brachten.

Etliche von diesen "Swingern" wurden nach einem entsprechenden Erlass in die neu geschaffenen Jugend-KZs in Moringen (Männer) und Uckermark (Mädchen und Frauen) gesteckt.

"Swing Heil!" - übrigens ebenso wie "Heil Hotler!" konspirativer Gruß der Swing-Kids-geht dieser Geschichte und diesen Geschichten in einer Mischung aus Live-Musik, Theater und Video- und Ton-Einspielungen nach und berichtet von Lebensfreunde, Widerstand und Unterdrückung einer jugendlichen Subkultur-mitten in Nazideutschland und Kriegszeiten.

 


 

So 22.10.         15:00 Uhr + 17:00 Uhr

Mo 23.10.       10:00 Uhr

Herr Trautsich geht hinter den Vorhang und staunt [5+]

Von und mit Peter Müller und Oliver Dassing

Theater Handgemenge in Koproduktion mit dem Theater Vorpommern

 

Am Anfang ist - Nichts. Da kommt Jemand in die dunkle Leere. Er ist da und weiß noch nicht wozu. Plötzlich ist da etwas Helles ... ein Licht. Es will spielen, blenden, sich verstecken und beleuchten. Sein Schein bringt manches zum Vorschein und fällt auf etwas. Ein Vorhang! Plötzlich gibt es ein Vorn und Hinten, ein Drinnen und Draußen und die Luft ist schon fast Theaterluft. Was fehlt noch? Vielleicht ein Kleid, das verkleidet, Wörter die Sprache werden, ein Ton der Musik wird und jemand, der mit dir spielt.

Peter Müller und Oliver Dassing erzählen eine kleine Schöpfungsgeschichte, in der sie naiv und spielerisch die Elemente des Theaters entdecken, den Stoff weben aus dem es gemacht ist. Das ist überraschend, lehrreich und interessant. Aber vor allem spielerisch, lustig, spannend und verblüffend. Theater eben.

 

Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Theater aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.

 


 

Di 24.10.         10:00 Uhr

Mi 25.10.        10:00 Uhr

Akim rennt [8+]

Nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Claude K. Dubois

compagnie toit végétale, Velbert

 

"Akim rennt" erzählt auf einfühlsame Weise die Geschichte eines Jungen auf der Flucht. Als sein Dorf von Bomben zerstört wird, kann er seine Familie nicht mehr finden und muss alleine fliehen. Das Ensemble von campagnie toit végétal bringt in einer Verbindung aus Objekttheater, Musik, Klängen und Geräuschen Akims Geschichte auf die Bühne. Vor den Augen der Zuschauer erwecken sie in live entstehenden Videoprojektionen die ausdrucksstarken Skizzen des Kinderbuchs mit einfachen Mitteln zum Leben.

 


 

Fr 27.10.         10:00 Uhr

Sa 28.10.         15:00 Uhr

Die Werkstatt der Schmetterlinge [5+]

überzwerg – Theater am Kästnerplatz, Saarbrücken

Der junge, ideenreiche Rodolfo gehört zu den Gestaltern aller Dinge dieser Erde. Sein Großvater hatte schon den Regenbogen erfunden und seine Urgroßmutter das Nordlicht. Und auch Rodolfo hat einen Traum: Er möchte ein Wesen schaffen, das so schön ist wie eine Blume und fliegt wie ein Vogel. Aber so eine Erfindung ist strengstens verboten. Denn Tiere und Pflanzen dürfen nicht vermischt werden.

Damit Rodolfo seine dummen Gedanken vergisst, versetzt man ihn und seine Freunde in die Insektenwerkstatt. Dort erfinden sie ein Insekt, das leuchtet wie ein Stern, ein Insekt, das lauter singt als ein Vogel und auch eines, das wie ein Känguru durch das Gras hüpft. Aber Rodolfo wird trotzdem immer trauriger. Aber wie jeder berühmte Erfinder gibt er nicht auf und hat endlich seine große Idee...

 

Das Bilderbuch «Die Werkstatt der Schmetterlinge» ist mittlerweile zu einem Klassiker geworden: eine wunderschöne, überraschende Schöpfungsgeschichte, für die man nie zu alt sein kann.


 

Spielort: Theater am Ring, Saarlouis

 

Mo 16.10.       09:30 Uhr + 11:30 Uhr

Bonjour la nuit ! Gute Nacht, lieber Tag! [4+]

überzwerg – Theater am Kästnerplatz, Saarbrücken

 

Vor Zeiten gab es nur zwei Königreiche auf der Welt: den Tag und die Nacht. Die Sonne regierte den Tag, der Mond die Nacht. Sie, die Sonne, hatte einen Sohn, schön wie der Tag selbst. Er, der Mond hatte eine Tochter, schön wie die Sterne.

 

Dans des temps reculés, le monde ne comptait que deux royaumes: le jour et la nuit. Le roi du jour était le soleil. La reine de la nuit était la lune. Lui, le soleil avait uns fils, beau comme le jour. La reine de la nuit, la lune, avait une fille belle comme les étoiles...

 

So beginnt unser Märchen. Leider, das müssen wir Euch gestehen, ist zu Beginn gar nichts in Ordnung: Sonne und Mond sind sich spinnefeind, eine hohe Mauer trennt die beiden Königreiche und Prinzessin Nacht und Prinz Tag wissen nichts, aber auch so überhaupt nichts vom anderen.

Keine Sorge, das wird sich ändern, denn die Neugier auf das Unbekannte, das Fremde, das Unheimliche ist sehr stark, grösser als das ängstliche Kribbeln im Po.

C´est ainsi que commence notre conte. Mais il faut vous avouer qu´au début de cette histoire, absolument rien de va: le soleil et la lune se haïssent, un mur très haut sépare les deux royaumes, la princesse de la nuit et le prince du jour n´ont encore jamais entendu parler l´un de l´autre.

Mais pas d´inquiétude, les choses bientôt changeront, car la curiosité de ce qui est inconnu, étranger et inquiétant est bien plus forte que les Petits frissons anxieux.

 


 

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute [10+]

Von Jens Raschke

Follow the Rabbit, Graz

 

Familie Pavian, das Mufflonpaar und das Murmeltiermädchen hausen zufrieden in einem kleinen Zoo - bis ihnen eines Tages ein Neuzugang das Leben schwer macht. Der frisch eingetroffene Bär steckt seine empfindliche Nase in alle möglichen Dinge, die ihn nichts angehen. Er beschwert sich über den Gestank, will wissen, was es mit den Zebrawesen und den Gestiefelten jenseits des Zauns auf sich hat, und dann bleibt auch noch die Frage nach dem Nashorn und was es sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute. Vor allem Herr Pavian beschwert sich lauthals über den mangelnden Anpassungswillen des Neuankömmlings. Als der Bär den Dingen auf den Grund geht, überschlagen sich die Ereignisse...

1994 wurden Teile des verschütteten Zoos im Konzentrationslager Buchenwald freigelegt und sind heute wieder zugänglich. Jens Raschke schafft mit seinem Stück (Deutscher Kindertheaterpreis 2014) eine neue, zeitgemäße Form der Auseinandersetzung mit dieser dunklen Seite unserer Vergangenheit - jenseits der Betroffenheitskultur: fesselnd, poetisch und auch humoristisch. Im Vordergrund stehen menschliche Verhaltensmuster, so dass man sich am Ende die Frage stellen muss: Was bin ich - Pavian oder Bär?

 


 

Fr 20.10.         09:30 Uhr + 11:30 Uhr

Dschihad One-Way [14+]

Eine dokumentarische Spurensuche für das Theater von Bernd Plöger

Junges Theater Hof in Kooperation mit dem Theater in Kempten

 

"Wir sehen uns im Paradies": Ein deutscher Jugendlicher entflieht der heimischen Provinz und wandert in das syrische Kampfgebiet aus. Das fiktionale Stück zeichnet den Weg eines jungen Konvertiten nach, der sich zunächst radikalisiert und schließlich als Dschihad-Kämpfer in den "Heiligen Krieg" zieht. Experten kommen genau so zu Wort wie Angehörige, Augenzeugen und Freunde. Das dramatische Protokoll einer Radikalisierung versucht dem Unvorstellbaren ein Gesicht zu geben, Zusammenhänge sichtbar zu machen und einfache Erklärungsmuster zu hinterfragen.

 

Im Anschluss an die Vorstellung gibt es Gelegenheit zum Nachgespräch mit dem Team vom Jungen Theater.

 

KARTEN & INFOS

 

PREISE

 

Kinderstücke

Kinder: € 5,50,-

Erwachsene: € 7,50,-

 

Jugend- und Erwachsenenstücke

Jugendliche/ermäßigt: € 7,-

Erwachsene: € 11,-

 

Kartenvorverkauf

Für Vorstellungen in Ottweiler:

Rathaus Ottweiler

Goethestraße 13a

Zimmer 11 und 12

während der Öffnungszeiten

Tel. +49 6824 300828 und 300873

Fax + 49 6824 3008968

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Infos

überzwerg – Theater am Kästnerplatz

Tel. +49 681 958283-0

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www.ueberzwerg.de