Kommunale Wärmeplanung der Stadt Ottweiler

Die Stadt Ottweiler hat die Erarbeitung der kommunalen Wärmeplanung für das Stadtgebiet abgeschlossen. Am 17.03.2026 wurde sie durch den Stadtrat beschlossen. Die Erstellung wurde durch den externen Dienstleister Greenventory GmbH in Zusammenarbeit mit dem Nachunternehmen Energis GmbH durchgeführt.
Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es, die lokalen Voraussetzungen für eine nachhaltige und bezahlbare Wärmeversorgung zu schaffen und gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern deutlich zu reduzieren. Die Wärmeplanung ergänzt bestehende Strategien und Konzepte der Stadt, darunter das kommunale Klimaschutzkonzept, die Nachhaltigkeitsstrategie und leistet einen zentralen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030.
Der Erarbeitungsprozess gliedert sich in mehrere Schritte:
- Bestandsanalyse – Erfassung der aktuellen Wärmeversorgung, des Energieverbrauchs sowie bestehender Infrastrukturen und Wärmequellen.
- Potenzialanalyse – Untersuchung der verfügbaren erneuerbaren Energiequellen (z. B. Biomasse, Geothermie, Solarthermie, Abwärme) und Effizienzpotenziale.
- Zielszenarien und Maßnahmenplanung – Entwicklung von Zukunftsszenarien und Vorschlägen für eine klimaneutrale Wärmeversorgung.
- Beteiligung und Abstimmung – Einbindung relevanter Akteure, insbesondere Energieversorger, Wohnungswirtschaft, Gewerbe, Politik und Bürgerschaft.
Die kommunale Wärmeplanung zeigt auf, wo zentrale Wärmeversorgungsstrukturen (z. B. Nah- oder Fernwärmenetze) sinnvoll ausgebaut werden könnten und wo dezentrale Lösungen die bessere Option darstellen.
Am 31.03.2026 werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit in einer Bürgerinformationsveranstaltung vorgestellt. Sie dienen als Grundlage für die schrittweise Umsetzung, um die Stadt Ottweiler auf dem Weg zu einer klimaneutralen, sicheren und sozial verträglichen Wärmeversorgung zu begleiten.
Hier geht es zum vollständigen Bericht:
Wichtige Hinweise:
- Die kommunale Wärmeplanung dient als strategisches Instrument zur Darstellung von Entwicklungsmöglichkeiten der Wärmeversorgung im Stadtgebiet. Sie zeigt technisch und wirtschaftlich sinnvolle Potenziale auf, stellt jedoch keine rechtliche Verpflichtung zum Ausbau oder zur Umsetzung einzelner Maßnahmen dar.
- Die kommunale Wärmeplanung ist kein stagnierendes Instrument, sondern wird dynamisch alle fünf Jahre fortgeschrieben. Dadurch können sich Potenziale, Rahmenbedingungen und technische Möglichkeiten im Laufe der Zeit verändern und flexibel an neue Gegebenheiten angepasst werden. So bleibt die Wärmeplanung stehts aktuell und handlungsorientiert.
Die Erstellung der kommunale Wärmeplanung für die Stadt Ottweiler wird durch eine 100% Förderung der Zukunft - Umwelt - Gesellschaft (ZUG) gGmbH gefördert.
FKZ: 67K27169 
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

