Klimaanpassung in der Stadt Ottweiler 

Die Folgen des Klimawandels sind auch in Ottweiler zunehmend spürbar. Neben langfristigen Temperaturveränderungen nehmen extreme Wetterereignisse wie Starkregen, Hochwasser und Hitzeperioden deutlich zu. Um die Lebensqualität und Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu bewahren, arbeitet die Stadt an einer vorausschauenden Klimaanpassung. Dabei stehen die Themenfelder Hochwasser- und Starkregenvorsorge sowie Hitzeschutz im Mittelpunkt. 

Hochwasser- und Starkregenvorsorge

Hochwasser- und Starkregenereignisse können innerhalb kurzer Zeit große Wassermengen freisetzen und erhebliche Schäden an Gebäuden, Straßen und Infrastrukturen verursachen. Auch die Stadt Ottweiler war in der Vergangenheit betroffen - zuletzt beim Pfingsthochwasser 2024, das eindrücklich zeigte, wie wichtig eine vorausschauende und koordinierte Hochwasservorsorge ist. 

Um besser auf solche Ereignisse vorbereitet zu sein, hat die Stadt Ottweiler gemeinsam mit dem externen Planungsbüro Weber Ingenieure GmbH aus Freiburg ein Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept entwickelt. Dieses Konzept bildet die Grundlage für eine umfassende und zukunftsorientierte Hochwasserschutzstrategie. Es beinhaltet: 

  • eine Analyse der bisherigen Hochwasser- und Starkregenereignisse, 
  • die Identifizierung gefährdeter Bereiche und möglicher Schadensschwerpunkte, 
  • sowie Vorschläge für technische, planerische und organisatorische Maßnahmen

In einem nächsten Schritt wird die Stadt Ottweiler die erarbeiteten Maßnahmen priorisieren und (unter Haushaltsvorbehalt) gezielte Machbarkeitsstudien durchführen, um eine realistische und wirksame Umsetzung sicherzustellen. Parallel dazu werden Bürgerinnen und Bürger aktiv eingebunden wie durch Informationsveranstaltungen. 

Das vollständige Konzept finden Sie hier zum Download: 


Das Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept wurde im Bewilligungszeitraum 06.10.2023 - 30.04.2026 zu 90 % über die Förderung von Maßnahmen des Hochwasser- und Starkregenrisikomanagements (FRL-HWS) durch das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar- und Verbraucherschutz gefördert.

                  Förderkennzeichen: A4 0464-0007#0046


Hitzeschutz und Gesundheit 

Hitze zählt neben Hochwasser- und Starkregen zu den größten Herausforderungen des Klimawandels. Langanhaltende Hitzeperioden stellen insbesondere für vulnerable Bevölkerungsgruppen wie ältere Menschen, Kinder, Menschen mit Vorerkrankungen, Menschen mit eingeschränkter sowie obdachlose Menschen ein ernstes Gesundheitsrisiko dar. 

Um die Stadt gezielt auf zunehmende Hitzeereignisse vorzubereiten, steht die Erarbeitung eines Klimaanpassungskonzepts im Fokus, dass insbesondere die Bereiche Hochwasser- und Starkregenvorsorge mit dem Bereich des Hitzeschuss verknüpft. Nur wenn alle Auswirkungen des Klimawandels betrachtet werden, kann ein Konzept erarbeitet werden, das aufzeigt, welche Maßnahmen für Ottweiler besonders geeignet sind, um Gesundheit, Lebensqualität und Aufenthaltsqualität zu sichern. 

Hierfür hat die Stadt Ottweiler bei der Zukunft - Umwelt - Gesellschaft (ZUG) gGmbH einen Antrag im Rahmen des Förderprogramms "Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS)" gestellt. Das Programm unterstützt die Erstellung eines Klimaanpassungskonzepts mit einer Förderquote von 90%. 

Die Erstellung des Konzepts ist für Ende Q4 2028 geplant.